Bergauf 90'er Rollen OK?

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Moderator: Burkhard

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stolper
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Bergauf 90'er Rollen OK?

Beitrag von stolper » Freitag 1. Juni 2007, 20:58

Hi,

Nach 3 Jahren als Anfänger mit Aldi "Roller" 4x80mm, 78A brauche ich jetzt doch was besseres! (Habe den Kauf nie bereut, für den Anfang wars voll OK und werde sie auch weiterhin für nasse und schmutzige Strecken wieder rausholen)

Da ich jetzt aber doch gerne eine schnellere Schiene/Rolle und auch 'nen besser gepolsterten Schuh hätte, habe ich verschiedene 90mm Modelle im Kopf!

Sicher gute Idee höre ich euch sagen, aber wie sieht es aus wenn mein Trainingsgelände meist aus 12-18% ansteigenden Straßen besteht? (gibt nix ebeneres in meiner nähe :cry:)

Sind da 90er zu träge für? Will ja, wenns dann doch mal eben wird auch richtig gas geben können! Zum Spaß auch mal ein Hobbywettkampf, mit Freunden usw.

Tja bin wohl auf der Suche nach einer Kompromisslösung, hat da jemand ne Empfehlung?

zur Info: Körpergr. 180cm, Schuhgr. 45/46

Gruß Harry

Klaus-R
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Beitrag von Klaus-R » Samstag 2. Juni 2007, 00:45

Hallo,
also zuerst:
Bei 180 cm (du schreibst kein Gewicht dazu) ist eine Rolle mit der Härte 78°Sh wahrscheinlich zu weich. Besser ca. 83°Sh. Sonst fährst Du die zu schnell ab.
90er Rolle?
Du wirst keinen Unterschied feststellen...
doch: die Bodenunebenheiten sind weniger zu spüren.
doch: dadurch bist Du natürlich schneller.....

Nach meinen ersten Skates (Rollengröße 78 von K2) habe ich gewechselt zu 82. Da rollte ich schon deutlich schneller. Danach die 90er Größe (das war schon Klasse) und nun fahre ich mit 100er von Powerslide.
Traust Du Dir das zu?
Warum nicht.
Dann machs doch gleich richtig.
Schienen kosten Geld.
Viele Grüße
Klaus

stolper
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Beitrag von stolper » Samstag 2. Juni 2007, 09:48

Hallo zurück,

Ja mein Gewicht schwankt so zwischen 76 und 82 Kg je nach Trainingsstand!
Die 78°Sh sind definitv zu weich, deswegen wohl auch zu langsam! Von der Abnutzung ganz zu schweigen! Seit ich mir Bremsen durch einen Schuh querstellen angewöhnt habe, sowieso!

Gegen die 100er Rollen hätte ich im Prinzip auch nichts einzuwenden, würden ja noch besser über kleine Äste und Steine gehen! Aber am Berg sollen die wohl etwas träger sein und daher nicht so passend für meine Anstiege hier, oder? 90er scheinen mir ein besserer Kompromiss zu sein!

Leider kenne ich nur wenige skater (liegt wohl an der schwierigen Umgebung) und die ich kenne haben alle 80mm oder kleiner! Einen shop in dem ich verschiedene Modelle für einen "Bergtest" ausleihen kann, habe ich auch noch nicht gefunden!
Kann mir jemand einen kompetenten Laden im Raum Offenburg, Karlsruhe evtl. Stuttgart nennen?

Gruß
Harry

Heiko
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Beitrag von Heiko » Mittwoch 13. Juni 2007, 16:55

auch mit großen rollen kommt man ganz gut den berg hoch. ich habe laut verkehrsschild 15% steigung vor meiner haustür und ich bin da auch schon paar mal mit 100mm-rollen hochgeskatet. die schuhe sollten passen, einen stabilen halt geben und die schiene sollte richtig eingestellt sein.

stolper
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Beitrag von stolper » Mittwoch 13. Juni 2007, 19:54

Hallo,

hat sich schon erledigt! Bin beim stöbern im Sportgeschäft um die Ecke zufällig über ein paar Salomon TR MG-Elite mit Microlager und 82A Rollen gestolpert! Die passen wie angegossen und fühle mich sofort wohl darin! Für 99€ hab ich sie dann gleich mitgenommen! Was solls, vielleicht gibts ja nächtesmal größere Rollen!

Vielen Dank noch für euere Kommentare,
Harry

Scotty
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Beitrag von Scotty » Montag 2. Juni 2008, 23:48

Das Thema ist ja schon etwas älter, aber kann mir mal jemand erklären, wiso die Rollengröße einen Einfluss auf das skaten am Berg haben könnte?
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fuertematze
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Beitrag von fuertematze » Dienstag 3. Juni 2008, 13:00

naja scotty, weil du mit grösseren rollen (110erm oder 100ern) noch mehr kraft bergauf brauchst als mit kleineren rollen.

aber du fährst normalerweise sowieso eher kleinere rollen...gelle

Silver Surfer
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Beitrag von Silver Surfer » Mittwoch 4. Juni 2008, 18:04

fuertematze hat geschrieben:naja scotty, weil du mit grösseren rollen (110erm oder 100ern) noch mehr kraft bergauf brauchst als mit kleineren rollen.
Hmm, also wenn das so ist.... ich habe 100er Rollen, gebe zu, dass ich mit 1,62 m ziemlich klein bin, aber ich habe eigentlich nicht das Gefühl, dass ich im Berg mehr Kraft brauche. Okay, ich gebe auch zu, dass ich Berge liebe, aber schwieriger finde ich es nun wirklich nicht.

Gruß von der "Bergziege"

torbas
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Beitrag von torbas » Freitag 6. Juni 2008, 20:01

Silver Surfer hat geschrieben:
Gruß von der "Bergziege"
MÄÄÄHHHH :wink:


Bisschen spam am Rande :oops:

würde auch sagen, dass der Unterschied nicht so groß ist zwischen 90 und 100mm. Wobei beim bergabfahren die 100mm Rollen schneller sind und das merkt man.

Gruß Bernd
Dies ist ein Text!

Scotty
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Beitrag von Scotty » Sonntag 6. Juli 2008, 19:02

Ok, besonders fundiert sind die Aussagen ja nun nicht gerade, bisher.
Mich wunderte schon lange, wie es zu dem Gerücht, kleinere Rollen seien am Berg günstiger, kommen kann. Zwar habe ich das noch nicht herausbekommen, mich aber mal mit einigen Technikern und Physikern unterhalten. Demnach gibt es einen Vorteil irgendeiner Rollengröße am Berg nicht. Jedenfalls nicht wenn man andere Faktoren ausschließt, wie etwa unterschiedliche Härte usw.

Es gibt wohl Unterschiede von großen und kleinen Rollen, die seien aber nicht an der Bergauffahrt festzumachen und stehen grundsätzlich der Aussage (kleine Rolle ist günstiger) entgegen. Eben so wie größere Durchmesser (nicht Breite) eines Autoreifens für geringere Rollwiderstände sorgen ist dies auch bei den Rollen der Skates. Eine Umkehr dieses Effektes ist bei Bergfahrt nicht nachzuvollziehen.

@fuertematze
Ich kann den Effekt, es sei mehr Kraft am Berg bei großen Rollen (100er) nötig, nicht nachvollziehen und ich fahre Skates von 82, 90 und 100 mm. Wie kommst Du drauf, ich würde "normalerweise eher kleine Rollen" fahren?
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Beitrag von andr_gin » Donnerstag 17. Juli 2008, 17:34

Der Widerstand der Rollen ist bergauf genauso groß wie bergab. Das ist völlig egal. Der Grund, warum man es bergauf mit größeren Rollen schwieriger hat, liegt an der Technik.
Je größer die Rollen und je länger die Schiene, desto schlechter kann man Kurven fahren. Bergab mit >30km/h spielt das keine Rolle, weil man das sowieso die Skates ziemlich parallel zur Straße hat und gleichzeitig pro Schub eine deutlich größere Strecke zurücklegt. Der Radius, den man mit den Skates fährt ist also um ein vielfaches größer.
Wenn man jetzt aber mit fetten 5 Rollern mit 4x100 1x90 wie ich sie habe bergauf fahren will, dann ist der Radius viel enger und man muss schon einige Kraft haben, um den Radius zu fahren. Bei mir mit meinen fast 2m und 115kg kein Problem. Eine kleine zierliche Frau mit 50kg würde sich damit aber extrem plagen und die halbe Zeit nur mehr in V-Stellung skaten.

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Beitrag von Scotty » Freitag 18. Juli 2008, 01:57

Aaaahhh... Das ist mal ein guter Ansatz. Und ich denke ich habe es verstanden. Rekapituliere: Beim skaten fährt jedes Bein einen mehr oder weniger engen Bogen, außer wir rollen aus bzw. bergab. Ist klar.
Bergauf ist dieser Bogen kürzer und hat somit einen engeren Radius, weil der Schuh eben grundsätzlich weniger weit rollt als auf ebener Strecke. Um diesen Radius zu fahren benötigen wir Kräfte, die diesen Radius bewirken. Diese Kräfte müssen bei einer längeren Schiene größer sein. Man kennt ja eben die geringere Wendigkeit langer Schienen.
Zugleich fahren wir eine größere Anzahl dieser (kleineren) Bögen wenn es bergauf geht, was den unterschied zu kurzen Schienen eventuell am Berg besonders auffällig macht.

Ok, ich denk das ist es.
Wenn ich das also recht verstanden habe, bedingt sich der Nachteil "großer Rollen" eigentlich aus der - bei größeren Rollen in der Regel damit verbundenen - längeren Schiene. Also konkret als Beispiel:
1)
Ein 4-Rollen-Schuh (mit z.B. 82 er Rollen) ist weniger benachteiligt als etwa ein 5-Rollen-Schuh gleicher Rollengröße, jedoch längerer Schiene.
2)
Hingegen wäre ein 5-Roller mit kleinen Rollen und kürzerer Schiene als die eines 4-Rollers mit großen Rollen (wenn es den so kurze 5-Roller gibt/gäbe) trotz kleinerer Rollen im Nachteil.
3)
Und letztlich, für Schuhe unterschiedlicher Rollengröße, aber gleicher Schienenlänge ergäbe sich kein Unterschied.

Schön, wieder mal was verstanden. Ich achte nämlich besonders seit ich auch 4x100 fahre auf möglichst lange Gleitphasen, besonders am Berg. Zusammen mit meinem geringen Gewicht mag dies auch ursächlich für meine Erfahrung, kaum einen Unterschied zu bemerken, sein.

Danke andr_gin!
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andr_gin
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Beitrag von andr_gin » Freitag 18. Juli 2008, 16:41

Alleine die Länge der Schiene ist es nicht. Es kommt auch immer stark darauf an, wo man das Gewicht hat und welche Rolle mehr belastet ist. Wenn z.B. die vorderste Rolle stärker abgefahren ist, als die hintere und man das Gewicht hinten hat, dann hat diese fast keinen Bodenkontakt.
Wenn ich bei meinen 5 Rollen die mittlere raus nehme, komme ich z.B. um Welten schwerer um die Kurven. Das liegt daran, dass ich das Gewicht immer zwischen zweiter und vierter Rolle habe, die sehr weit voneinander entfernt sind.

Weiters spielt natürlich auch immer die Technik eine starke Rolle. Ist man Speedskater mit einer guten Technik und fährt einen sauberen Double Push, dann wird man viel mehr Kurven fahren und die lange Schiene mit vielen Rollen wird viel bremsen. Ist man Anfänger, dann wird man wie immer einfach die Skates in V Stellung geben und hat überhaupt kein Problem.

Um mit längeren Schienen um die Kurve zu kommen, ist man gezwungen das Gewicht mehr nach Hinten zu verlagern, sonst hat man Pech gehabt. Da mein alter Schuh kaputt ist und mein neuer noch nicht da ist (schei* Post, jetzt kann ich bis Montag warten) fahre ich momentan mit Ersatz Skates. Die haben nur 4 78er Rollen und wenn man so große Schienen gewöhnt ist, dann ist das auch sehr mühsam, weil man überhaupt keine Stabilität mehr hat bei höheren Geschwindigkeiten.

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