Stopper

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Heiko
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Stopper

Beitrag von Heiko » Sonntag 11. Mai 2008, 12:24

Für Anfänger empfehle ich auf jeden Fall den Heel/Fersen-Stopp (mit dem Stopper). Der ist einfach zu erlernen und relativ effektiv.

Wenn man die Grundtechniken beherrscht, hat der ein oder andere vielleicht Lust ein paar Tricks auszuprobieren. Dann kann sich der Stopper störend auswirken. z.B. Wenn man sehr dicht Windschatten fährt, kriegt der Hintermann den Stopper gegen das Schienbein. Oder man möchte auf 2 Rollen Piroutten drehen. Jeder hat da andere Interessen.

Wenn man nur gemütliche Touren fährt, kann man den Stopper auch dran lassen. Mit dem Stopper zu bremsen ist auf jeden Fall rollenschonend.

Scotty
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Beitrag von Scotty » Mittwoch 14. Mai 2008, 02:35

Und ganz besonders, wenn man nicht nur gemütliche Runden dreht, sollte man den Stopper lassen, wo er ist, denn besonders bei höheren Geschwindigkeiten tut er seine guten Dienste. Wer beherrscht schon einen Powerslide ab 30 km/h?

Der Stopper verlängert den Skate nach hinten um nicht mal 5 cm, gemessen gegenüber der letzten Rolle. Wer also den Stopper seines Vordermanns ans Schienbein bekommt, sollte diesen bitten, beim schnellen Windschattenfahren, seine Beine nicht wie ein Anfänger (dem Laufen ähnlich) nach hinten zu schleudern, sondern den effektiven seitlichen Abdruck zu nutzen.

Bringt dies keine Besserung, nutzen die "gewonnen" Zentimeter vermutlich auch nichts - man bekommt dann statt des Stoppers die Rolle ab. Dann sollte man besser hinter Partnern fahren, die nicht so problematisch sind oder den Abstand um eben diese 5 cm erhöhen.

Für Tricks ist der Stopper allerdings recht störend. Hierbei werden jedoch auch keine Geschwindigkeiten gefahren, die sich nicht mit einem einfachen T-Stopp bremsen lassen und es wird hoffentlich keiner auf die Idee kommen besondere Tricks in einem Pulk von Skatern aufzuführen. Wenn doch, so bete ich für den Trickser, dass sein Hintermann den Stopper nicht abmontiert hat.

Allseits gute Fahrt und perfektes Bremsen! - wie auch immer.
Hier könnte ihre Werbung stehen! ...nun gut, dann steht hier meine :-)
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born²be
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Beitrag von born²be » Mittwoch 2. Juli 2008, 19:55

Hallo, wer sich zu 100% auf seinen Stopper verläßt, der wird bei gefährlichen situationen "keine" chance haben... es gibt viele Bremmsmöglichkeiten bei Inline skates und eine der uneffektivsten ist den Stopper zu verwenden. Das gute an einem Stopper ist das die Rollen keinem zusätzlichen Abrieb unterliegen was aber bei GEFAHR außer acht gelassen werden kann (Personenschaden ist immer schlimmer als jeder Sachschaden). Wer sich nicht traut "richtig" also Powerslide oder (Hockeystop) mit Inlineskates zu machen sollte deswegen auch erst garnicht so schnell fahren... Ich sag es mal so, wenn jemand spass am Skaten hat und auch öffters Inlineskates fährt sollte sich aus eigenem Interesse mit "allen" Bemsmöglichkeiten vertraut machen (nur so kann man behaupten Inlineskates fahren zu können). Fazit: der Stopper ist an den skates montiert, damit auch Anfänger ohne Sturz bremsen können... für mehr aber auch nicht. (kurz noch was zum Rollenabrieb beim Bremsen... das aus einer Rolle ein EI wird braucht man mehr als pech... das Bremsen mit den Rollen hat wirklich nur einen geringen abrieb zur folge, das fahren auf rauhen Asphalt ist da wesentlich schlimmer für jede art von Rollen und Sport kostet nunmal etwas geld... ein paar Rollen für eine Session ist da doch echt nicht viel.)

born²be
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Beitrag von born²be » Donnerstag 3. Juli 2008, 00:49

Hallo,

ich hab mir gerade einen alten thread duchgelesen bei dem ich geschrieben habe das der Stopper für Anfänger gedacht ist.


Scotty schrieb:
"Der Stopper ist meines erachtens für Anfänger gedacht ..." Das möchte ich so nicht gerne stehen lassen. Der Stopper ist ein Instrument, mit dem eine der effektivsten Bremstechniken möglich wird. Dass diese wiederum jene Technik ist, die als erste zu lernen ist - nämlich weil sie physikalisch aus sehr stabiler Position heraus erfolgt - macht sie nicht uninteressant für geübte Skater.


Ich versuch das mal so zu beantworten... bei Quads (Rollschuhen) ist der Stopper besonders beim Rückwärtsfahren die effektivste Bremse überhaubt... beim Inlineskaten ist der Stopper im gegensatz zu Quads für Leute die gerne Rückwärsfahren eher im Weg und wird deswegen auch abgeschraubt.

Das Bremsen im Vorwärtsfahren mit einem Stopper ist wie Scotty schon sagt, aus stabiler Position und hilft vorallem deswegen bei einem Gefälle Stürze zu vermeiden. Das ich in Bezug auf die Bremswirkung mit Stopper "uneffektiv" geschrieben habe :D war vielleicht verkehrt, aber ich stelle mir bei einem radikalem notwendigem Stopp auch eine Situation vor, in der sich z.B. ein Auto auf kollisionskurs befindet. (ich würde bei 30 kmh einen t-stop mit viel druck auf das bremsende Bein machen um die Geschwindigkeit zu verringern anschließend mit einem Powerslide/Hockeystop fortfahren und mit einem Ausweichmanöver enden). (Vorsicht! ist die beste Bremse :lol: )

Also gerade Anfänger/ Fortgeschrittene ... bitte Stopper dranlassen, Schutzausrüstung tragen und bei gefährlichen Situationen den Abflug ins Gebüsch als alternative Bremstechnick in betracht ziehen :P

:keep on rolling:

andr_gin
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Beitrag von andr_gin » Donnerstag 17. Juli 2008, 17:48

Mit den Stoppern ist das so eine Sache. Für den Notfall ist er gut, um kurz die Geschwindigkeit zu reduzieren. Bei steileren Abfahrten ist da aber auch die Überschätzung tödlich, da dieser momentan sehr gut bremst (fürs Stehen bleiben ideal), aber sich auch ziemlich schnell erwärmt und dann fast gar nicht mehr geht. Da kommt dann das Adrenalin auf, wenn man nicht mehr stehen bleiben kann und dann mit 30km/h auf die unübersichtliche Kreuzung zu rollt, wo nur eine Straße nach links und rechts geht, aber keine geradeaus.

Weiters sollte man zum normalen Stopp eher eine andere Technik nutzen. Die Stopper sind zwar billig, aber wenn man ständig damit bremst, reiben die sich ab, so schnell kann man gar nicht schauen. Die Rollen halten bei höheren Härtegraden doch deutlich länger.

Ich persönlich bremse immer im T-Stop. Das hat sich bisher ganz gut bewährt. Die Rollen fahren sich zwar etwas ab, aber nachdem man seine Technik etwas verbessert hat, reibt sich die Innenseite der Skates vor allem hinten eh schon deutlich weniger ab.

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